PROTOKOLLE DES GAHLENER BAUERNRECHTS 1659 – 1803, BUCHGESTALTUNG

Editorial, Home, Projekte, Typografie

KUNDE: Heimatverein Gahlen


LEISTUNGEN: Buchkonzept, Layout, Ausarbeitung


 TRANSKRIBIERUNG: W. Unterberg,
I. Zeppen


 KOORDINATION: E. Unterberg


 

Deutschland um 1600: Die alte Ordnung als Einheit des Glaubens und des Reiches geht ihrem Ende zu … Während Frankreich, England, Spanien, Schweden und Russland sich um die Vorherrschaft in Europa streiten ringt das deutsche Reich – mit dem Habsburger Kaiser – um seinen Bestand. Das staatliche Ordnungssystem kann die Städte und Gemeinden in seinem Herrschaftsgebiet nicht umfassend steuern. Fürsten und Könige sind an ihren Untertanen nur insoweit interessiert, als sie Geld, Arbeitskräfte und Soldaten für ihre persönlichen Vorhaben benötigen. Die Landbevölkerung ist daher bei der Organisation ihres Lebensalltages weitgehend allein gelassen. Von 1659 bis 1803 dokumentieren Pastoren die monatlichen Verwaltungssitzungen der bäuerlichen Gemeinde Gahlen am Niederrhein. Sie geben damit Einblicke in das damalige Leben, die Gebräuche und (Un-) Sitten sowie die Rechtspraxis. Anlässlich des 1225-jährigigen Jubiläums des Ortes wurde das Gahlener Bauernrecht transkribiert und als Buch herausgegeben. Die gestalterische Übertragung der Transkription haben wir nach den gängigen Regeln typografisch umgesetzt. Einige Seiten des alten Buches durchbrechen immer wieder die stringente Anordnung des Textes und geben dem Leser ein gutes Bild der jeweiligen Handschriften. Für eine einfache Orientierung in dem Buch haben wir die einleitende Datierung vor jedem Eintrag durch Größe und Positionierung hervorgehoben.

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